06.10.2021

Motivationsschub nach dem Corona-Blues

Bürgerstiftung finanzierte mit 2600 Euro Sport- und Spielgeräte für den SV Lohmar

Wenn das Runde ins Eckige soll, braucht’s mindestens einen Ball – und für die Treffsicherheit sind vernünftige Trainingsgeräte vonnöten. So war es für die BürgerStiftungLohmar keine Frage, dem SV Lohmar bei der Anschaffung von Bällen sowie attraktiven Sport- und Spielgeräten finanziell unter die Arme zu greifen. 
2.000 Euro spendierte die Stiftung für die Senioren des Vereins, 600 Euro für die Jugend. 

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Bildunterschrift: Über den Motivationsschub in Form einer Spende, die Gabriele Willscheid von der BürgerStiftungLohmar dem SV Lohmar überbrachte, freuten sich neben den Spielern besonders Manni Köhler (3.v.l.), Fabian Schultes sowie Ludwig Braun (5.u.6.v.l.).

 

„Ihr habt in der schweren Corona-Zeit zusammengehalten, das muss einfach belohnt werden“, meinte die Stiftungsgeschäftsführerin Gabriele Willscheid bei der symbolischen Scheckübergabe, die wegen der Pandemie mit Verspätung über die Bühne ging und für die Geschäftsführerin zu einer kleinen Nachhilfestunde in Sachen Fußballer-Vokabular geriet. „Für die Senioren“, hatte sie auf den großen Spendenscheck geschrieben. „Die Senioren in Ihrem Sinne spielen bei uns bei den Alten Herren“, erklärte deren Sprecher Manni Köhler schmunzelnd. „Wer soll das denn verstehen?“, witzelte Gabriele Willscheid und überzeugte sich, dass die Förderungen der Stiftung gleichwohl die richtigen Adressaten erreichten: zwei Sätze mit insgesamt 30 Bällen, dazu diverse Geräte wie Prellwand und Rebounder, der die Bälle, wenn sie denn auftreffen, automatisch zurückschmettert.

Über den Motivationsschub nach dem Corona-Blues freuten sich denn auch nicht nur Manni Köhler und Kassenwart Ludwig Braun, sondern auch Jugendleiter Fabian Schultes. „Jetzt können wir wieder loslegen“, meinte er mit Blick auf den Kunstrasenplatz im Stadion, auf dem die Alten Herren gerade ihr schweißtreibendes Training absolvierten. 
In zwei Lockdowns, von März bis Mai 2020 und erneut von November bis Mai 2021, war der Platz verwaist, waren Trainings- und Spielbetrieb komplett eingestellt. Da sei natürlich auch das soziale Miteinander verloren gegangen, bedauert Manni Köhler, wenngleich der SV anders als viele andere Vereine von Austritten verschont blieb. Gleichwohl sei die Euphorie noch etwas gedämpft, räumt Schultes ein. Man wisse ja nie, was noch komme. Und wenn in den Jugendmannschaften ein Kind positiv getestet werde, könne schnell die ganze Mannschaft in Quarantäne müssen, erläutert Köhler. Ohnehin hat der Jugendleiter Probleme: „Das Freizeitverhalten hat sich geändert“, sagt er: Viele Jugendliche säßen lieber vor ihrem PC, statt Sport zu treiben. Zeitweise sei es schwierig gewesen, überhaupt eine komplette Mannschaft aufzustellen.

„Vielleicht helfen ja die neuen Spiel- und Sportgeräte ein wenig, die Jugend für den Verein zu begeistern“, hofft Gabriele Willscheid und wünschte dem SV „möglichst viele Tore.“

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