31.03.2011

BürgerStiftungLohmar unterstützt Suchtpräventionskonzept an Lohmarer Familienstätten

Haben Sie schon mal von Freudibold und Zornibold gehört? Das sind zwei von vielen Helden, die stark sind, weil sie zu ihren Gefühlen stehen. Zu finden sind der ängstliche Bibberbold und der jammernde Heulibold in dem Kinderbuch "Paula und die Kistenbolde", das Teil des Projektes Papilo ist. Der Schmetterling, so die Übersetzung des Begriffs, will Suchtprävention schon im Kindergarten verwirklichen. Und ganz klar: Wer selbstbewußt ist , wer seine Gefühle akzeptiert und steuern kann, braucht nicht den Kick durch Drogen. Freilich: das Projekt gibt es nicht zum Nulltarif. Deshalb sprang jetzt die BürgerStiftungLohmar in die Bresche und spendierte 1.500 Euro, um dieses pädagogische Programm zur Gewalt- und Suchtprävention in Lohmarer Kindergärten zu verwirklichen. "Wir wollen", erklärt Gabriele Willscheid, Geschäftsführerin der BürgerStiftungLohmar, "dass unsere Kinder lernen, die Herausforderungen des Lebens mit Selbstvertrauen zu meistern". Und da, ist BürgerStiftungLohmar-Vorsitzende Renate Krämer überzeugt, sei Papilio genau das richtige Konzept. Weil Kinder so die sozial-emotionalen Kompetenzen erwerben, die sie vor Sucht und Gewalt schützen, fügt Frau Willscheid hinzu. Frau Krämer und Frau Willscheid überreichten an Birgit Finkhaus, stellvertretend für das katholische Familienzentrum Heide, AWO-Familienzentrum Weegen sowie das evangelische Familienzentrum Diemstraße, einen Scheck in Höhe von 1.500 Euro. Die Spende wurde gleich weitergereicht an Jürgen Schweitzer, Geschäftführer des Diakonischen Werks, und seinen Kollegen von der Drogenhilfe, Ralph Büttner - sozusagen als Teil des Honorars. Die Drogenhilfe des evangelischen Kirchenkreises an Sieg und Rhein ist mit der Durchführung des Projekts in den genannten Familienzentren beauftragt. Für Birgit Finkhaus, Leiterin des evangelischen Kindergartens "Regenbogenhaus" in Birk, ist vor allem das Bewusstsein wichtig, das durch die Papilio-Fortbildung bei ihr geweckt wurde: "Soziale Kompetenz - das ist im Kindergarten ein normales Thema, aber jetzt wird bei uns wieder mehr darüber gesprochen, bewusst reflektiert, auch das eigene Verhalten. Man muss sich seiner Vorbildfunktion bewusst werden, gegenüber den Kindern, aber auch gegenüber Praktikant/innen und jungen Mitarbeiter/innen", so Birgit Finkhaus.

 v.l.n.r. R. Krämer, G. Willscheid, B. Finkhaus m. Kindern d. Einrichtung, R. Büttner, J. Schweitzer

Zurück